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Glas Ratgeber

Meist besteht Glas aus Quarzsand, Soda, Kalk und Pottasche. Zusätzlich wird auch Bruchglas aus der Produktion und je nach Glashütte noch weitere Materialien zugegeben. Alle „Zutaten“ werden in großen Wannenöfen gemischt und auf ca.1500 - 1700°C erhitzt. Dabei verbrennen eventuelle Verunreinigungen und das Material wird zähflüssig. Das flüssige Glas läuft anschließend in Formen und wird bei etwa 900 - 1200°C weiterverarbeitet.

Verschiedene Gläser und Glas-Arten einer Serie
Wussten Sie schon?

Die Glasproduktion läuft ohne Unterbrechung. Das heißt: Einmal in Betrieb genommen läuft ein Glasofen fünf bis sieben Jahre durch. Anschließend muss der Ofen komplett abgebaut und ausgetauscht werden.

Welche verschiedenen Glasarten gibt es?

Durch die Zugabe bestimmter Zusätze können verschiedene Glasarten mit unterschiedlichen Eigenschaften erzielt werden.

Soda Lime Glas (normales Glas)

  • Besteht aus Qurazsand, Soda, Pottasche, Kalk und Bruchglas in Glashüttenrezeptur Menge
  • Vorteil: günstigeres Glas, je nach Zusammensetzung dennoch hohe Transparenz möglich
Glas-Serie Impulse
Glas-Serie Impulse
Glas-Serie Ines
Glas-Serie Ines

Kristallglas

  • Besteht aus Quarzsand, Soda, Pottasche, Kalk und Metalloxiden in vorgegebener Menge
  • Vorteil: hohe Transparenz, charakteristiscer Klang, feiner Mundrand, leichtes Gewicht
Kristallglas-Serie Chateau
Kristallglas-Serie Chateau
Kristallglas-Serie Society
Kristallglas-Serie Society
Kristallglas-Serie Vinzenza
Serie di bicchieri Tentation
Kristallglas-Serie Medina
Kristallglas-Serie Medina

Borosilikatglas

  • Besteht aus Quarzsand, Soda, Pottasche, Kalk und chemischen Stoffen wie Siliziumdioxid
  • Wird oft in der Industrie und bei Küchengeschirr verwendet
  • Vorteil: höheres Temperaturdelta als bei normalem Glas, dünne Glasstärke
  • Nachteil: weniger klare Optik als Kristallglas, weniger schöner Klang
Glastassen-Serie Nini
Glastassen-Serie Nini
Kaffee-/ Teegläser Dila
Kaffee-/ Teegläser Dila

Welche verschiedenen Produktionsarten gibt es bei Gläsern?

  • Gepresstes Glas: Die zähflüssige Masse wird in eine Form gegeben, gepresst, abgekühlt und maschinell aus der Form genommen. Pressglas ist sehr stabil, hat relativ dicke Glaswände und eine sichtbare Pressnaht.
  • Geschleudertes Glas: Hier wird die Glasmasse in eine flache Form gegeben. Durch die Drehbewegung der Form entstehen beispielsweise Teller. Durch diese Produktionsart werden Strukturen im Glas sichtbar, das fertige Stück ist also nicht klar.
  • Maschinell geblasenes Glas: Bei dieser Art der Produktion wird die flüssige Masse in eine Form getropft und mit Hilfe von Druckluft an die Wand der Form geblasen. Nach dem Abkühlen kann das fertige Glas aus der Form genommen werden. Charakteristisch für maschinell geblasenes Glas ist die klare Gesamterscheinung.
  • Mundgeblasenes Glas: Das flüssige Glas wird in eine Holzform gegeben und mit dem Mund in Form geblasen. Henkel oder Gießränder werden anschließend per Hand geformt und angebracht. Bei mundgeblasenem Glas ist jedes Stück ein Unikat – dadurch kann das Volumen variieren. Ein Füllstrich kann deshalb nicht immer an der selben Stelle angebracht werden. Ein besonderes Merkmal für mundgeblasenes Glas sind Lufteinschlüsse. Diese entstehen dadurch, dass bei der Verarbeitung per Hand weniger Druck ausgeübt wird als bei maschinell geblasenem Glas.

Wie kommt der Stiel an das Glas?

Stielgläser können entweder als ein Teil oder aus zwei Teilen gefertigt werden. Beim einteiligen Stielglas wird der Stiel aus dem Kelch gezogen und die Bodenplatte geformt. Bei einem solchen Glas ist kein Übergang vom Kelch zum Stiel spürbar. Bei der zweiteiligen Variante wird der Kelch bei gleicher Temperatur mit dem Stiel verschmolzen. Hier spürt man einen leichten Übergang zwischen Stiel und Kelch. Der Vorteil dabei ist aber, dass der gleiche Stiel für unterschiedliche Kelche eingesetzt werden kann.

Wie werden die Mundränder gefertigt?

Für den Mundrand gibt es zwei verschiedene Produktionsverfahren:

  • Hot-Cut-Verfahren: Der überstehende Rand wird heiß abgeschnitten und nachpoliert. Bei diesem Verfahren ist der Mundrand etwas dicker.
  • Cold-Cut-Verfahren: Der überstehende Rand wird mit einem Laser abgeschnitten und poliert. Durch die kalte Verarbeitung entsteht ein sehr feiner Mundrand.

Wie entsteht farbiges Glas?

Farbiges Glas liegt im Trend und wird immer beliebter. Damit das Glas farbig wird, kann es entweder lackiert oder durchgefärbt werden.

Lackiertes Glas

Hier wird das fertige Glas nachträglich lackiert. Deshalb ist es nicht spülmaschinenfest, sondern nur spülmaschinengeeignet. Wir testen unsere lackierten Gläser für Sie: Bis zu 3000 Profi-Spülgänge sind möglich, ohne dass die Lackierung beschädigt wird.

Durchgefärbtes Glas

Bei dieser Variante wird die Farbe mit in die flüssige Glasmasse gegeben. Durchgefärbte Gläser sind spülmaschinenfest und behalten ihre Farbe dauerhaft.

Welche Eigenschaften haben Gläser?

  • Bruchfest: Die Reinigung in der Spülmaschine oder ein Umfallen auf dem Tisch machen guten Gläsern nichts aus. Meist gehen Gläser durch Herunterfallen oder zu festes Polieren kaputt.
  • Hitzebeständig: Unsere Tee- und Kaffeegläser sind alle hitzebeständig. Das Temperaturdelta für hitzebeständiges Glas liegt bei ca. 80 Grad. Borosilikatglas hat ein höheres Temperaturdelta von etwa 130°C.
  • Lebensmittelecht: Alle Gläser sind lebensmittelecht.
  • Spülmaschinenfest: Alle Gläser sind spülmaschinenfest oder spülmaschinengeeignet. Allerdings wird durch viele Spülgänge die Oberfläche angegriffen. Die Folge: Das Glas sieht milchig aus. Diese Oxidation ist bei Glas, das in der Spülmaschine gereinigt wird, normal und tritt je nach Wasserhärte, Spülmittel, Entkalker, Klarspüler und Salz früher oder später auf.

Wie werden Gläser richtig gereinigt?

Am längsten schön bleiben Gläser, wenn sie nicht in der Spülmaschine, sondern von Hand gereinigt werden! Trotzdem werden Gläser im Alltag meist in der Spülmaschine gesäubert. Dabei ist die richtige Dosierung des Reinigungsmittels wichtig. Je nach Wasserhärte kann sich die benötigte Menge unterscheiden. Außerdem sollte immer genügend Reinigungs- und Pflegemittel in der Spülmaschine sein. Neben dem Reinigungsmittel spielt auch die Temperatur eine Rolle: Die Wassertemperatur sollte bei ca. 55 Grad liegen, die Klarspültemperatur zwischen 60 und 65 Grad. Damit die Gläser in der Spülmaschine nicht brechen, sollten Sie darauf achten, dass die Gläser nicht aneinanderschlagen. Achten Sie darauf, die Gläser direkt nach dem Ende des Spülvorgangs aus der Maschine zu holen und verwenden Sie ein möglichst kurzes Reinigungsprogramm.

Was hat es mit dem Eichgesetz auf sich?

Seit Oktober 2016 gilt für alle EU-Länder das Eichgesetz. Das bedeutet:

  • Jedes Trinkglas wird als Messgerät angesehen
  • Eine CE-Kennzeichnung ist Pflicht
  • Eine Konformitätserklärung bestätigt, dass die Eiche den gesetzlichen Vorgaben entpricht